Die ehemals der Gottesmutter Maria geweihte Pfarrkirche prägt bis heute das Ortsbild. Das besondere Merkmal der dreischiffigen Basilika, das sie von den Dorfkirchen der Umgebung unterscheidet, ist die Tatsache, dass sie außer dem Westturm einen zweiten, kleineren Turm aufweist, der sich im Geviert an das südliche Querhaus anschließt.

Der dem Mittelschiff vorgelagerte, ursprünglich viergeschossige Westturm ist in seinen unteren Geschossen ungegliedert, im Obergeschoss zeigt er eine Gliederung aus Lisenen und Rundbogenfriesen, darunter befinden sich Zwillingsfensterchen mit eingestellten Säulchen. An der Westseite sind die Klangarkaden gänzlich erneuert, im Süden fehlt eine Rundbogenblende. Das an der Westseite angebrachte Datum „1722“ deutet auf eine große Renovierung insbesondere des Turmes hin.

Hauptportal, Westseite

 

Das Portal an der Westseite des Turms (um 1200) aus Stenzelberger Andesit hat eine abgestufte Laibung und eingestellte Säulen. Die Kapitelle sind mit derben Akanthusblättern geschmückt. 

Das moderne Portal stammt von Kurt-Wolf von Borries (1965), das Tympanonrelief zeigt Abraham mit seinen Gästen (1. Mos. 18). Die beiden Bronzegriffe am Portal des Gotteshauses wurden mit dem ersten und dem letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, Alpha und Omega versehen, so wie es in der Offenbarung 1, Vers 8 heißt: Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“

Chor, Querhaus und Südturm sind gotisch (ca. 14./ Anfang 15. Jh.), sie zeigen schmale, spitzbogige Fenster, der Chor ist mit flachen Strebepfeilern belegt.

Portal, Sakristei

Das Portal an der Westseite der Sakristei wurde im Laufe der Restaurierungsarbeiten 1963 – 1967 gebrochen.