Evangelische Kirche Herchen

Der Blaue Stein

Der „Blaue Stein“ bei Kuchhausen

von Kurt Hankwitz

Der ca. 380 Meter hoch gelegene „Blaue Stein“ verdankt seine Entstehung in grauer Vorzeit den Vulkanen im nahen Westerwald. Die meist sechseckig geformten, aus der Tiefe des Kraters aufstrebenden meterhohen Basaltsäulen erhielten ihr kantiges Profi l durch das relativ langsame Abkühlen der einst glühenden Magma. Diese durchbrach an dieser Stelle das Grundgebirge.

Die imposanten, steil aufragenden Säulenformationen werden im oberen Teil vom Wurzelwerk mächtiger Buchen wie von den Fangarmen eines Kraken umschlungen.

Ein in unserem Einzugsbereich einzigartiger Basaltaufschluss. Seine außen grau und im Inneren tiefb lau gefärbten Säulen führten zu der Bezeichnung: “Blauer Stein“.

Eine in unmittelbarer Nähe des Basaltkraters aufgestellte Lore erinnert an die einstige wirtschaftliche Nutzung dieses Urgesteins durch die Linzer Basalt AG. Diese betrieb den Basaltabbau bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Der hier gebrochene Basalt fand Verwendung im Straßenbau, diente aber auch der Befestigung des Siegufers und sogar den Küsteschutz in Holland.